Stellen Sie Knoten nicht in Schränke, hinter Fernseher oder neben Metallregale, sondern halbhoch, frei und möglichst zentral zu den Zielräumen. Vermeiden Sie direkte Nähe zu dicken Wasserleitungen, großen Spiegeln und Aquarien, die Signale schlucken. Eine leicht versetzte Position im Flur kann Wunder wirken. Testen Sie in Ruhe, notieren Messwerte, und verschieben Sie schrittweise, bis Videocalls flüssig bleiben, selbst wenn Türen geschlossen sind.
Aktivieren Sie Funktionen wie 802.11k/v/r beziehungsweise schnelle Übergaben, damit Geräte die beste Station früh erkennen und zügig wechseln. Einheitliche SSID und identische Sicherheitseinstellungen sind Pflicht, unterschiedliche Namen pro Band verwirren nur. Eine minimale Empfangsschwelle verhindert „klebrige“ Clients, die an schwachen Knoten haften. Wir sind mit einem Live‑Meeting durchs Treppenhaus gegangen und blieben ohne Unterbrechung verbunden – ein enormer Komfortgewinn für mobile Arbeit.
In kompakten Wohnungen genügt oft ein Hauptknoten zentral plus ein Satellit am Rand. Im Reihenhaus helfen drei Stationen: Eingang, Mitte, Obergeschoss. Bei offenen Grundrissen arbeiten weniger, stärker positionierte Punkte effizient, während verwinkelte Altbauten zusätzliche Knoten benötigen. Planen Sie pro Etage mindestens einen Zugangspunkt und verbinden Sie, wo möglich, per Ethernet. Zeichnen Sie Wege typischer Bewegungen, damit Roaming flüssig bleibt, und vermeiden Sie funktechnische Sackgassen hinter Massivwänden.
Tri‑Band bietet einen separaten Rückkanal und hält so mehr Durchsatz für Clients bereit, lohnt insbesondere bei vielen 5‑GHz‑Teilnehmern. Dual‑Band ist günstiger, liefert mit Ethernet‑Backhaul jedoch ähnlich stabile Ergebnisse. Prüfen Sie, wie viele gleichzeitige Streams in Ihrem Haushalt laufen, und ob 160‑MHz‑Kanäle sinnvoll nutzbar sind. Rechnen Sie lieber mit solider, wiederholbarer Performance statt jagender Spitzenwerte. Kommentieren Sie Ihre Nutzung, wir empfehlen eine pragmatische Wahl.
Nutzen Sie vorhandene Geräte als kabelgebundene Zusatzpunkte, indem Sie DHCP und Routerfunktionen deaktivieren und identische SSID, Verschlüsselung sowie Kanalstrategie übernehmen. So sparen Sie Budget und erhöhen die Abdeckung kontrolliert. Ein alter Dual‑Band‑Router im Arbeitszimmer kann das Notebook stabil mit LAN‑Backhaul versorgen. Achten Sie auf Firmware‑Support und Kompatibilität, dokumentieren Sie IP‑Adressen sauber, und testen Sie jeden Bereich mit identischen Messläufen, bevor Sie weiter investieren.